Die Stadt, umgeben von der Peripherie in Form des Hexagons der alten Umgehungsstraße (entsprechend der Begrenzungslinie der historischen Stadtmauern), liegt an der Via Emilia und grenzt westlich an die Provinz Parma und östlich an die Provinz Modena an. Die paralell verlaufende Autobahn A1 Mailand\Rom, wird als der schnellste und direkteste Verbindungsweg zu den wichtigsten Städten der Region betrachtet (z.B. sind es bis Bologna ungefähr 30 Minuten und bis Mailand 1 Stunde und 30 Minuten). Die Staatsstraße 63 verbindet die Stadt (in nördlicher Richtung) mit der Provinz Mantua und führt in entgegengesetzter Richtung zum Appennin (Passo del Cerreto/Cerreto-Pass und La Spezia). Die Stadt ist durch die SS 467 mit Sassuolo in Richtung Modeneser Appennin und durch die SS 468 mit Correggio und Carpi verbunden.
DER NATIONALPARK TOSKANISCH-EMILIANISCHER APPENNIN
Die Region Emilia-Romagna macht mehr als die Hälfte der Gesamtfläche des Parks aus. Diese Gegend, heute Teil des Nationalparks, gehörte bereits 1998 zum Parco Regionale del Gigante, dessen Verwaltungsamt weiterhin seine Tätigkeit der Gebietsplanung, Pflege und Tourismusförderung ausübt, bis der Nationalpark über ein eigenes Verwaltungsamt verfügt. Der Parco del Gigante erstreckt sich über den gesamten romagnolischen Gebirgskamm und umfasst einige der höchsten Gipfel des nördlichen Appennins: der Monte Cusna, der Monte Prado und die Alpe di Succiso sind über 2000 m hoch. Der Park beherbergt wertvolle und empfindliche Gebirgsgebiete von ausgeprägter Natürlichkeit, in denen viele seltene Pflanzenarten und eine reiche Fauna in großer Höhe beheimatet sind.
DAS LAND DER MATHILDE VON CANOSSA
Die Geschichte dieser Gegend reicht weit in die Vergangenheit zurück, aber hatte mit Mathilde von Canossa im Mittelalter ihren Höhepunkt. Burgen und Pfarreien sind die Zeichen jener Zeit, die Zeugnisse und Spuren hinterlassen hat. Lange Zeit überquerten Pilger und Wanderer den Gebirgskamm des Appennin, um zu Wallfahrtskirchen und Heiligtümern zu gelangen. So überlagerte die christliche Kultur die heidnische, die sich auch heute noch in den lokalen Traditionen spiegelt. Viele Fundstücke der Periode der Canossa-Herrschaft werden im Museo Nazionale von Canossa aufbewahrt. Auch das Istituto Superiore di Studi Matildici mit Sitz in der Burg von Rossena und das Dokumentationszentrum in Votigno, das außerdem Sitz des Tibethauses ist, sind einen Besuch wert.
DIE DÖRFER DER PO-EBENE
Die berühmten Gebiete der Po-Ebene, zwischen historischen, kulturellen und gastronomischen Routen.